Mutterinstinkt
Ein Spaziergänger mit einem schwarzen Labrador an der Leine findet im Park eine verletzte Frau. Er verständigt sofort einen Krankenwagen und die Polizei. Die Polizei findet später nicht bis auf eine Visitenkarte von dem Anwalt Alexander Bucks, die aus ihrer Jackentasche stammt. Auf deren Rückseite stand: „Lass dir bitte helfen. Er ist sehr gut in seinem Job. Ruf ihn an!“ Sie rufen den Anwalt an und beschreiben ihm die Frau ohne Namen. Alexander konnte mit der Beschreibung nichts anfangen und wollte sich selbst ein Bild von ihr machen. Daher kam er nach einem Termin zum Krankenhaus und traf sich mit dem Kommissar Königsmann. „Rechtsanwalt Bucks?“ „Ja.“ „Kommissar Königsmann. Sie ist gerade in der Op aber vielleicht können sie etwas mit der Schrift anfangen.“ Er warf skeptisch einen Blick auf die Visitenkarte. Er grübelte eine Weile und meinte dann: „Sie kommt mir bekannt vor aber ich kann sie im Moment niemanden zuordnen. War sie schon vernehmungsfähig?“ „Ja aber nur kurz. Sie konnte uns nicht sagen wer sie ist aber sie erzählt etwas von einem kranken Sohn.“ „Ein kranker Sohn? Dann hatte sie keinen Kontakt zu mir. Ich hatte in letzter Zeit keine Mandantin mit einem kranken Sohn.“ „Na ja das muss sie ja nicht zwangsläufig ihren Anwalt auf die Nase gebunden haben. Ich weiß ja auch noch nicht an was der Junge erkrankt sein soll. Der Frau wurde unzähligemale gegen den Kopf geschlagen ein wunder das sie überhaupt in der Lage war mit mir zusprechen.“ Ein Arzt kommt auf sie zu. „Kurz!“, sagte er streng ehe Kommissar Königsmann reagieren konnte. Die Beiden betreten das Krankenzimmer aber Alexander kannte sie auch nicht vom sehen. „Frau ähm …“ „Auch wenn sie ein weiteresmal fragen ich weiß nichts mehr. Bitte ich habe wahnsinnige Kopfschmerzen. Kann diese Fragerei nicht warten?“ Eine Träne kullert in das Kissen. „Okay dann kommen wir wieder wenn es ihnen besser geht.“ Am nächsten Tag wird der Anwalt von dem Kommissar angerufen. Er fragt mit besorgter Stimme, ob denn diese Frau von neulich bei ihm wäre. Alexander verneinte. „Die Frau leidet an Unterzucker und sie hat kein Insulin bei sich. Wenn sie sie irgendwo sehen sagen sie ihr das sie etwas süßes zu sich nehmen muss.“ Alexander trieft sich mit einer Mandantin in einem Café. „Ich muss mich noch bei ihnen bedanken. Ohne sie hätte ich mich noch taub schlagen lassen. Hat sich eine Robina Zick bei ihnen gemeldet? Sie ist meine Freundin aber seit drei Tagen meldet sie sich nicht mehr bei mir.“ „Haben sie ihr meine Karte gegeben?“ „Ja schon vor drei Wochen aber sie hatte schrecklich Angst davor sich helfen zulassen. Eh Moment wieso fragen sie wegen der Karte ist Robina etwas passiert? Ich hab ein Foto von ihr. Sie können ja anscheinend nichts mit ihrem Namen anfangen.“ Hektisch kramt sie ein Foto hervor und legt es vor ihm auf den Tisch. Der Anwalt schaut es sich sogleich näher an und hatte nun endlich den Namen der Frau aus dem Krankenhaus. „Dann red ich doch mal mit Frau Zick.“ „Sie wissen wo sie ist. Ein Glück. Ich dachte schon ihr Mann hätte sie umgebracht wegen seiner krankhaften Eifersucht.“ „Eifersucht?“ „Herr Gott ich rede schon wieder zu viel. Was ich weiß ist das Viktor Zick sehr oft sehr laut wird. Brüll ich? Entschuldigung ich hör nur noch auf einer Seite und das auch nicht mehr so gut. Moment.“ Sie stellt etwas an ihrem Hörgerät ein und versteckt es so gleich unter ihren Haaren. „Besser? Ja sieht so aus. Das ist mir etwas peinlich. Könnten wir gehen?“ „Wie sie wollen.“ Sie packt ihre Handtasche und drückt dem Kellner Geld in die Hand. Anschließen verlassen sie das Café. „Ich weiß es natürlich nicht aber als Robina und ich uns das letztemal gesehen haben trug sie eine große dunkle Sonnenbrille obwohl keine Sonne schien und sie auch gar nicht so der Typ für Sonnenbrillen ist. Sie hatte behauptet, sie hätte am Tag zuvor etwas zu viel getrunken und einen mächtigen Kater aber ich weiß ganz sicher das sie kein Alkohol trinkt.“ „Klingt schon merkwürdig.“ „Oje mein Job ruft. Ich muss los. Danke.“ Die Frau rennt davon. Noch etwas in gedankenversunken geht Alexander einige Schritte weiter. Auch eher unbeabsichtigt blickt er in einen Laden hinein, in dem die gesuchte Frau entdeckt. Sie stand am Tresen des Süßwarenladen und schien mit dem Verkäufer zu diskutieren. Er geht rein und bekommt mit das sie etwas kaufen wollte aber kein Geld hatte. „Bitte ich hab Unterzucker ich zahle es ihnen doch zurück so bald ich weiß wo ich wohne.“ „Was wollten sie denn?“, fragt Alexander und stellt sich neben sie. Sie deutet auf ein süßes Gebäck ganz vorne an der Scheibe. Dabei wurde ihr wohl etwas schummrig da sie sich an das Abstellgitter davor klammerte. Alexander bezahlte das Gebäck und brachte sie zusammen damit zu einem Tisch. „Danke.“ Schweigend wartet er darauf bis sie sich etwas erholt hatte. „Gehts wieder?“ „Ja danke. Sie waren echt Rettung in letzter Sekunde. Ich zahle es zurück so bald meine blöde Amnesie weg ist.“ „Schon gut. Das müssen sie nicht aber sie sollten zurück ins Krankenhaus.“ „Ah jetzt weiß ich wo ich sie schon einmal gesehen habe. Sie sind also Polizist oder auch Kommissar.“ „Weder noch. Ich bin Anwalt.“ „Wieso besucht mich ein Anwalt im Krankenhaus?“ „Sie hatten meine Visitenkarte bei sich auf der stand das sie mich anrufen sollten.“ „Hm. Ich brauch also einen Anwalt.“ Sie blickt auf ihre Hand an der ein Ehering steckte. „Will ich mich etwa scheiden lassen?“ Ohne eine Antwort abzuwarten versucht sie den Ring an ihrem Finger zu lösen. „Mist er löst sich nicht. Da wäre bestimmt mein Name eingraviert gewesen oder zumindest den von meinem Mann. Ich glaub nicht das sie mir helfen können wenn ich ja noch nicht einmal weiß wie ich heiße.“ „Oh das hab ich schon herausgefunden. Sie sind Robina Zick und ihr Mann ist Viktor Zick.“ „Oh je hoffentlich bin ich keine Zicke“, nuschelt sie und wendet sich wieder zu dem Verkäufer. „Haben sie mir vielleicht ein Telefonbuch?“ „Ich denke nicht das es gut ist mit ihrer Kopfverletzung.“ „Nur meine Adresse und dann geh ich zurück. Irgendwie.“ Hektisch durchsucht sie das Telefonbuch W. Zick nein. Hier gibt es keine Robina und Viktor Zick. Oh man.“ „Es steht nicht jeder im Telefonbuch. Kommen sie. Wir werden schon rauskriegen wo sie wohnen aber jetzt sollten sie ihrer Gesundheit zu liebe zurück. Sie bluten nämlich offenbar sehr stark.“ „Was wo?“ „An ihrer Stirn.“ Sie tastet sich an ihren Kopf. „Ich trag ja einen Verband am Kopf“, es klang etwas schmerzlich. „Könnten sie mich vielleicht zurückfahren?“ „Ja natürlich. Kommen sie.“ Alexander begleitet sie bis zu ihrem Zimmer und wünscht ihr gute Besserung. Nach drei Tagen wird sie aus dem Krankenhaus entlassen. Sie wusste wieder wo sie wohnte was Alexander jedoch noch nicht herausgefunden hatte. Da er aber sie Sache nicht auf sich beruhen lassen wollte sprach er noch einmal mit ihrer Freundin. „Sie hat mir gestern diese Nummer gegeben aber sie geht nicht ran. Entschuldigung da muss ich ran. Oh das ist sie ja. Hey Süße warum nimmst du nicht ab. Was ist denn bei dir los?“ Sie schaltet das Telefon auf laut und ein mörderischer Krach erklingt. „Ich war noch nicht fertig. Viktor beruhige dich.“ „Beruhigen?! Was ist das für ein Scheiß hä und diese hässlichen Teller kann ich auch nicht mehr sehen. Nicht einmal spülen kannst du.“ „Aber sie sind doch blitzblank.“ „Widersprichst du mir? Was ist denn das?“ „Scheiße Katie hörst du etwa mit. Äh nimm das bitte nicht ernst. Viktor wollte mich nur erschrecken.“ „Das ist jetzt aber nicht dein ernst oder?“ „Viktor tut mir doch nichts. Wir lieben uns und er hat nunmal die Angewohnheit an unserem Hochzeittag den bösen Ehemann zu spielen. Ist jetzt auch egal. Jonathan möchte dich nach der Schule besuchen kommen geht das klar?“ „Ja klar aber …“ „Danke. Wir feiern noch ein bisschen. Tschüss.“ Und schon hatte sie aufgelegt. „Das glaub ich jetzt nicht. Ich hör nicht mehr gut aber das hier war doch kein Spaß mehr. Wenn ich doch nur wüsste wo sie wohnt.“ „Hat sie irgendwelche Ansprüche was das Haus betreffen könnten.“ „Sie?! Robina nimmt alles so wie es kommt. Ihr wäre es sogar egal wenn sie in einen Pappkarton leben müsste. Das einzige wo sie kein Spaß mehr versteht ist ihr Sohn. Wenn Viktor es wagen wurde so wie eben mit ihm zu sprechen … wow dann wär diese Beziehung nicht schmerzfrei vorbei das kann ich ihnen versichern. So wie ich ihn kenne sucht er ein altes Haus, ein bisschen marode und abgelegen. Einen Garten hat es sicher auch er hackt gern Holz.“ „Ich bin überrascht das sie so viel von Herrn Zick wissen.“ „Das ist nicht all zu überraschend. Robina, Viktor und ich waren im selben Kinderheim. Wir waren eine Clique.“ „Kinderheim? Diese Robina hieß sie früher Kokowitz?“ „Ja wieso?“ „Nicht wichtig. Heute muss ich das Gespräch beenden. Ich muss weiter.“ „Ich versuch weiter Robina zu erreichen vielleicht sagt sie mir wo sie jetzt wohnt.“ „Okay versuchen sie es. Haben sie meine Nummer noch?“ „Eingespeichert.“ „Gut. Dann melden sie sich so bald sie sie erreicht haben.“ Als ihn der besagte Anruf erreichte saß er bereits wieder in seiner Kanzlei. Eigentlich wollte er gerade Schluss machen aber da ihm Katie nun das Haus nennen konnte und es überraschenderweise in der Nähe seiner Kanzlei lag beschloss er vorbei zu schauen. Als er ankam war ein Streit kaum zu überhören. Doch die einzige die er deutlich hörte war Robina. „Ich hab den ganzen Tag geputz und den Haushalt geschmissen. Wenn du nicht zu Frieden bist mit dem was ich koche dann mach dein scheiß eben Künftig alleine. Ich bin Dankbar aber dankbar heißt nicht das ich deine Sklavin sein muss. Ich geh jetzt in die Apotheke und hol mein Insulin.“ „Wollen sie zu meiner Mama.“ Alexander dreht sich zu einem kleinen Jungen um, der ein Stoffpinguin an sich drückte. „Wer bist du denn?“ „Jonathan und du?“ „Alexander.“ „Kannst du machen das Papa und Mama sich wieder vertragen.“ „Jona … Was machen sie den hier?!“ Robina packt seinen Arm und zieht ihn um die Ecke. „Entschuldigen sie aber mein Mann ist verdammt eifersüchtig.“ „Mama? Darf ich noch auf den Spielplatz?“ „Nicht alleine. Du die Mama hat gleich Zeit für dich wartest du im Garten auf mich.“ „Ja Mama.“ „Danke. Hier deine Schokolade. Du musst noch etwas Süßes Essen.“ Jonathan nimmt die Schokolade und verschwindet. „Ein netten Jungen haben sie da.“ „Ach er ist auch manchmal ein Teufelchen aber es freut mich das er so lebensfroh ist. Ich hab wohl auch das einzige Kind, der Welt das nicht Süßes mag. Ich glaube jedes andere würde sich über Unterzucker freuen. Zum Punkt was machen sie hier? Hat Katie sie angerufen wegen dem Streit am Telefon. Ich muss was dringend klar stellen. Viktor und ich haben momentan etwas Probleme mit einander und ja das mit dem Hochzeitstagschreck war gelogen aber nur weil ich nicht wollte das man schlecht von Viktor denkt. Er ist überarbeitet und es nervt ihn das er wegen unserem Sohn oft zurück stecken muss und hinzu kommt noch die Sache das ich so schlimm verletzt im Krankenhaus war. Er wusste doch von nichts und er will mich doch nur beschützen.“ Alexander schaut sich einen roten Fleck auf ihrer Wange an. „Das … Ich hab nicht aufgepasst.“ „Frau Zick es bringt weder ihnen noch ihrem Sohn etwas wenn sie sich vermöbeln lassen. Auch nicht ihrem Gatten. Mensch das ist doch kein Zusammenleben.“ „Sie verstehen das nicht!“ „Das ist also deine Apotheke!“ „Viktor! Oh nein äh er hat er hat mich nur nach nach dem Weg gefragt.“ „Nach dem Weg? So so wo wollten sie denn hin?“, knurrte er wütend. „In die Sonnengasse 17. Ich hab mich verfahren.“ „Sonnengasse 17 so so am besten noch mit meiner Frau oder was?!“ „Bitte nein. Ich wollte zu meiner sie wartet schon im Hotel auf mich. Die Flitterwochen.“ „Lass gut sein Viktor lass den Mann einsteigen.“ „Soller doch.“Alexander fühlt sich sichtlich unwohl als er sich zum Auto wendet. Seine Sorge ist berechtigt denn schon kaum er sich abgewendet hatte zog ihm Viktor eine über. „Herr Gott kommen sie doch endlich zu sich. Hallo.“ Irgendwas rammt ihm schwach gegen die Seite. Mit einem dröhnenden Kopf kommt er wieder zu sich. „Na endlich. Gehts ihnen gut?“ „So weit schon.“ „Tut mir Leid. Ich hätte sie gleich wegschicken soll. Ich kümmer mich um Viktor. Sie können sicher gleich gehen.“ „Papa du tust mir weh.“ Viktor kommt mit ihrem Sohn herein und schließt die Tür ab. Dann fesselt er seinen eigenen Sohn an die Wand und schaltet das Licht ein. „Das ist eine Sache zwischen dir und mir warum zieht du deinen Sohn und diesen Mann hier mit rein.“ „Hör auf so zu tun als kennst du diesen Typen nicht.“ „Er hat mich nach dem Weg gefragt. Es gibt nunmal Leute die sich verfahren.“ „Ach so und dann quatscht er aus gerechnet dich an.“ „Wenn denn sonst? Es war doch niemand hier. Deine beschissene Eifersucht ist so was von zu kotzen. Ich bin doch keine Nutte. Du enttäuscht mich, das du deiner eigenen Frau so wenig vertraust.“ „Halt jetzt endlich deine verfluchte Schnauze.“ „Mama mir ist ganz komisch.“ „Hast du deine Schokolade gegessen?“ „Ich mag keine Schokolade.“ „Dann muss dir die Mama jetzt etwas spritzen.“ „Nichts da du bleibst sitzen.“ „Jetzt gehst du wirklich zu weit! Dein Sohn hat Unterzucker und wenn ich ihm mein Insulin nicht gebe geht’s ihm ganz schnell ganz schlecht und sack ist er Tod. Willst du ein Mörder sein?“ „Du sollst mir nicht immer wieder sprechen. Du Mistvieh. Ich musste eine halbe Millionen für dich bezahlen.“ „Schwachsinn deine Eltern haben mich für Zehntausend gekauft.“ „Ja aber nach dem deine Eltern getötet wurden und meine schwerbehindert waren nach diesem Vorfall gab es diesen Deal nie. Du solltest wieder zurück in dein Heimatland wo Krieg herrschte also hab ich dich gekauft.“ „Du warst erst zehn wie solltest du mich da schon gekauft haben können?“ „Ich hab einfach so getan als wären meine Eltern noch zu irgendetwas fähig.“ Robina richtet sich auf und begibt sich zu ihrem Sohn. „Hey was soll das?!“ „Er braucht jetzt das Insulin. Soll ich ihn etwa sterben lassen?“ Robina wartet nicht auf die Antwort und verabreicht dem Jungen das Medikament. „Du bist tapfer mein Kleiner. Siehst du schon vorbei.“ „Ist Mama mir böse?“ „Nein aber du hast ihr einen ganz schönen Schrecken eingejagt. Künftig nimmst du dein Süßes wenn ich es dir doch schon sage.“ „Ja Mama.“ „Schön. Wenn es dir besser geht gehst du ins Haus. Mama kommt nach.“ „Gehen wir dann Spielplatz?“ „Zum Spielplatz. Ja.“ „Versprochen?“ „Versprochen.“ Kurze Zeit später verlässt der kleine Jonathan den Raum. „Nun zu dir. Es ist eine Sache das dir überhaupt nichts mehr passt aber eine andere das du diesen Mann hier niederschlägst und deinen Sohn die Medizin verweigerst. Ich lieb dich Holzkopf und ich kann wirklich viel verzeihen aber du machst es mir echt nicht leicht.“ „Was gibs hier denn zu verzeihen. Willst du etwa das ich dir diesen Fremdgang da erlaube.“ „Du bist so blind vor Eifersucht. Egal was ich sage und tu überall siehst du mich flirten. Ich bin nicht so eine gefühllose Frau wie du denkst. Bitte nimm Vernunft an. Ich bin kein Jurist aber es wird dir bestimmt positiv ausgelegt, das du diesen Mann unversehrt und schnell gehen lässt.“ „Unversehrt? Ich hab ihn niedergeschlagen und er weiß das ich dich gekauft hab. Was soll mir da bitte noch positiv ausgelegt werden.“ „Die Sache vielleicht das sie ihre Frau mit dem Kauf schützen wollten.“ „Ach rede doch kein Mist. Ich hab Menschenhandel unterstützt was juckt das die das ich sie über alles liebe. Ich wette sie würden Robina sofort abschieben wenn nur einer dieser Idioten wüsste das sie nicht auf legalen Wege hergekommen ist.“ „Sie sind doch verheiratet. So kann man sie nicht einfach abschieben.“ „Sind sie etwa Anwalt?“ Robina dreht sich zu Alexander um und macht panisch große Augen. „Nein meine Frau kommt aus Rumänien ich weiß wie das läuft.“ „Aha und woher weiß ich das sie nicht lügen.“ „Man Viktor. Schau er trägt ein Ehering. Also ist er ja wohl verheiratet und so lange ich sage das ich bei dir leben will kann uns auch keiner trennen okay. Mach ihn los bitte.“ „Ist dir nicht gut? Hey spritze dir dein Insulin.“ „Kann nicht meine letzte Ampulle hab ich Jonathan gegeben.“ „Nein nein nein. Was machst du denn?“ „In meinem Auto ist Schokolade. Im Handschuhfach.“ „Wo ist ihr Schlüssel. In meiner rechten Jackentasche.“ Viktor drückt Robina wieder neben ihn. „Alles gut mein Engel. Ich beile mich ja. Schön wach bleiben.“ Es dauerte eine Ewigkeit bis er wieder kam. Robina ging es rapide schlechter und so war sie schon beinahe ohnmächtig als er zurückkam und ihr einen Zuckerwürfel in den Mund steckte. „Tut mir Leid es ging nicht schneller. Sein Auto wurde abgeschleppt und ich hab den Hausschlüssel innen stecken lassen.“ Er streicht ihr zitternd über den Kopf. „Meine scheiß Eifersucht. Ich weiß doch das du mich liebst und das du alles für mich tust und dir auch immer Mühe gibst. Ich will dich doch überhaupt nicht anschreien weil du irgendwas nicht gut genug gemacht hast. Weißt du ich hab immer Angst gehabt das ich nicht gut genug für dich bin. Ich bin zwar reich aber was nützt mir das wenn ich den ganzen Tag arbeite und du dich für unseren Sohn und das Haus kaputt machst. Ich vermisse unsere Tage im Heim da hatte ich wenigstens noch das Gefühl das du mich brauchst. Das ich dir helfen kann.“ „Lass dir helfen Viktor. Ich flehe dich deswegen schon so lange an. Wir sind erwachsen und Eltern. Wir haben nun beide eine Verantwortung.“ „Kannst du mir denn diese Dummheit hier verzeihen?“ „Ich weiß es nicht. Es ist sehr schwer zu verzeihen das du gleich zwei Unschuldige mit reingezogen hast. Ich werde es versuchen dir zu verzeihen aber es ist nach all dem Übel nicht einfach verstehst du das.“ „Ja. Ich versteh das.“ Alexander starrt auf Viktors Arm, der leicht blutete und ein paar Glassplitter stecken hatte. Auf einmal zückt er ein Messer und geht auf den Anwalt zu. Er drückt seinen Oberkörper vor und schneidet die Fesseln durch. „Hauen sie ab!“ Alexander geht nach draußen und entfernt den Überrest seiner Fesseln. Da sein Kopf immer noch drohte fiel ihm auch das laufen schwer und so recht wusste er auch nicht wo er eigentlich hinlaufen wollte. Als er neben einen silbernen Mercedes vorbei lief wurde dieser aufgeschlossen. „Einsteigen!“ Viktor holt ihn ein und öffnet die Beifahrertür. „Sie können so oder so nicht fahren. Ich bring sie zum Krankenhaus.“ „Danke nicht nötig.“ „Nicht nötig. Ich hab sie über zwei Stunden lang KO geschlagen also wenn das keine Gehirnerschütterung gegeben hat weiß ich auch nicht. Tut mir Leid wenn es um Robina geht hab ich mich nicht mehr unter Kontrolle. Ich hab kapiert das eine Therapie unumgänglich ist. Obwohl sie sich nach dem ganzen hier jetzt wahrscheinlich eh verständlicherweise scheiden lassen wird.“ „Das glaub ich eher nicht.“ Alexander steigt in das Auto ein. „Werden sie nicht sentimental sie müssen mich noch anzeigen.“ Stillschweigen herrschte bis sie das Krankenhaus erreicht hatten. „Meine Frau hätte ihren Verlobungsring gerne zurück.“ Alexander zupft den Ring von seinem Finger und gibt es ihn. „Für einen Anwalt können sie echt gut lügen. Erholen sie sich bloß.“ Viktor steigt wieder in sein Auto ein und fährt fort. Alexander verzichtete auf die Anzeige weshalb auch in diesem Punkt nichts weiteres passierte. Jedoch kam heraus das Robina Zick ein tatsächliches Opfer von Menschenhandel war. Sie kam aus einem armen Viertel in eine Land, das seit zehn Jahren wegen Krieg im Ausnahmezustand war. Um zu überleben und zu flüchten verkauften ihre damaligen Eltern ihr Kind an einen Art Vermittler. Der wiederum Robina an die Familie Zick weiterverkaufte. Die Eltern wurden samt Kind illegal nach Deutschland eingeflogen und sollten ebenfalls nach der Übergabe des Kindes verkauft werden. Die Übergabe fand in einer rießigen Bank stand in der ein Überfall vertuschen sollte das hier Menschen verkauft wurden. Jedoch kam ein Bombenleger dazwischen. Die Bombe ging hoch und tötete abertausende Menschen. Einzige Überlebenden war die nun dadurch schwerbehinderten Eltern von Viktor und die damals vierjährige Robina. Zu diesem Zeitpunkt war Alexander selbst noch ein Kind und hatte sein Todesurteil nur um ein Haar verfehlt. Er hatte sich nämlich damals geweigert mit seinen Vater in die Bank zu gehen und ging lieber auf einen Spielplatz. Als er seinen Vater 'abholen' wollte war die Bombe schon längst hochgegangen. Er fand die kleine Robina blutüberströmt weit weg von der besagten Bank. Eine Druckwelle hatte das kleine abgemagerte Mädchen davon geschleudert. Ohne ihn hätte man sie damals nicht mehr rechtzeitig gefunden. Wie er später herausgefunden hatte war sie selbst nur leichtverletzt aber des Schockes wegen bewusstlos und lange Zeit traumatisiert. Auch ihren Namen Robina Kokowitz erfuhr er einige Zeit später. Ein weiter Knackpunkt war das sie eben nicht Kokowitz sondern Aal hieß. Somit war auch ihre Ehe nichtig und es war ein leichtes die illegale anwesende Robina in das Kriegsland abzuschieben. Dies geschah nach einem langen Prozess wirklich. Robina sollte abgeschoben werden. Ihr Sohn, der eigentlich hätte mit sollen konnte bleiben da er auf ihren Wunsch hin von Katie adoptiert wurde. Viktor wollte nicht, das sie geht und hatte noch ein letztes Gespräch mit ihr bevor sie in den Flieger steigen konnte. „Ich werde nicht ein weiteresmal illegal hier bleiben. Ich werde Asyl beantragen so bald keiner mehr wegen mir zu schaden kommt. Mach deine Therapie“, waren ihre letzten Worte ehe sie den Flieger bestieg. Nach drei Jahren stand Robina in der Kanzlei von Alexander Bucks. „Erinnern sie sich noch an mich?“ „Ja natürlich. Wie geht’s ihnen denn? Machen sie Urlaub hier?“ „Nicht ganz. Ich hab Asyl bekommen. Ich bin nun völlig legal hier.“ „Schön das freut mich.“ „Ja und mich erst. Ich kann es kaum erwarten meinen Sohn in die Arme zu nehmen. Er hat mir die ganze Zeit geschrieben und gefragt wann ich wieder komme. Er hat sich so gefreut als ich ihm meine Ankunft heute bekannt gegeben habe. Was ich eigentlich von ihnen wollte ich würde mich sehr freuen wenn sie nun ja als mein damaliger Lebensretter meinen Trauzeugen übernehmen könnten. Ich hab keine Verwandte und Katie haben wir schon gebeten. Jetzt brauchen wir nur noch einen zweiten.“ „Ich bin etwas überrascht das sie sich daran erinnern. Sie waren ja gerademal eine Minute bei Bewusstsein.“ „Wissen sie das gar nicht? Ich hab ein Fotografisches Gedächtnis und ich muss sagen sie haben schon noch starke Ähnlichkeiten zu früher.“ „Na ob das jetzt ein Kompliment war? Immerhin war ich erst zehn und es ist schon über zwanzig Jahre her.“ „Ja das überlasse ich jetzt ihnen.“ „Eine Bedingung hätte ich aber.“ „Die wäre?“ „Wir dutzen uns endlich.“ „Abgemacht.“ „Aber nicht das ich wieder eine Übergezogen bekomme?“ „Keine Sorge die Therapie hat Viktor gut getan. Er hat das tragische Ereignis von damals verarbeitet und gelernt mir zu vertrauen. Manchmal hilft Abstand einer Beziehung echt gut. So gut wie jetzt haben wir uns noch nie verstanden.“ „Das freut mich.“ „Und bitte nichts dazwischen kommen lassen ja.“ „Ich versuchs.“ Es gelang Alexander wirklich den besagten Tag frei zu halten und Robina an den Altar zu führen. Viktor war anscheinend wirklich geheilt den für alles was er noch Augen hatte war seine baldige Frau. Der ersehnte Kuss dauerte ewig aber sie hatten sich jetzt auch schon drei Jahre nicht mehr gesehen. Den Brautstrauß fing nichts ahnend Alexander, der es noch nicht einmal versucht hatte. „Dann war das wohl doch nicht gelogen mit der Frau“, zischt ihn Robina ins Ohr als sie die Torte verteilt. Hiermit war auch dieser Fall von Alexander Bucks geklärt. War das überhaupt einer? Eigentlich hatte Alexander nie einen Auftrag aber dafür einen Blumenstrauß, der ihm eine Frau versprach. :-)
