Anschlag auf die 'Dancing Queen'

Eine Band wurde geboren. Die Vier liebten es Musik zumachen und sprachen auch kaum noch von etwas anderem. Einer der vier Männer verliebte sich in eine Tänzerin. Sie trat schon seit mehreren Jahren auf großen und kleinen Bühnen auf. Er musste einfach die Clique zu einem ihrer Auftritte mitschleifen. Die anderen drei fanden sein Verhalten zum Tod lachen aber sie taten ihm den Gefallen und gingen mit ihm hin. Sie waren erstaunt dar über das sie trotz der schnellen Bewegungen und der Akrobatik noch die Lieder selbst sang. Als sie beim letzten Teil mit einem männlich Partner auftrat bemerkten die drei das ihr vierter Mann eifersüchtig wurde. Sie mussten sich das lachen verkneifen. Einer beugte sich dann zu ihm rüber und flüsterte ihm zu. „Du kannst doch gar nicht tanzen.“ „Wer sagt das?“ „Das hast du mal selbst behauptet und das ist noch nicht einmal ein halbes Jahr her.“ „Ach echt?“ „Du bist so verknallt.“ „Bin ich gar nicht. Sie tanzt einfach nur super.“ „Ach ja und wie bist du dazu gekommen zu ihren Auftritten zu gehen?“ „Ich hab sie auf einen Plakat gesehen.“ „Ah ha.“ „Das Plakat sah halt vielversprechend aus.“ „Du meinst wohl die Tänzerin darauf.“ „Nein!“ „Klar.“ „Quatsch.“ „Gut dann sag mir was sonst noch drauf war.“ „Was soll den sonst noch drauf gewesen sein außer wo und wann vielleicht?“ „Dann sag halt welche Hintergrundfarbe. Die weiß ich wenigstens.“ „Äh. Warum sollte ich das noch wissen?“ „Weil du das Plakat vor Beginn fast eine viertel Stunde angestarrt hast.“ „Hab ich gar nicht.“ „Nee überhaupt nicht. Jetzt gib´s doch zu das du sie hübsch findest. Denkst du wir haben das noch nicht bemerkt?“ „Na gut vielleicht ein bisschen aber ich denke nicht das sie noch nicht vergeben ist.“ „Woher willst du das wissen? Etwa wegen ihrem Tanzpartner?“ Er schweigt. „Zusammen tanzen heißt noch nicht zusammenleben.“ Die Tänzerin tritt an die Bühnenfront. „Wie ja schon die meisten von euch in Zeitungsartikel gelesen haben bin ich gezwungen kürzer zu treten und das dies hier für lange Zeit mein letzter Auftritt war.“ Eine Enttäuschung zog übers Publikum. „Natürlich kann ich das Tanzen nicht ganz aufgeben. Ich werde als Tanzlehrerin aktiv bleiben und mich dann auch wieder hoch rackern. Also ich hoffe ihr seit wieder alle da wenn ich wieder Startklar bin. Ich bedanke mich auf jeden Fall für das Kommen und das ihr mich als 'Dancing Queen' gekrönt habt. Ohne euch würde ich hier nicht stehen.“ Beim gehen fragt einer der drei. „Warum muss die aufhören. Hast du da was gelesen?“ Einer der hinter ihnen war sagte zu ihnen. „Haben sie das nicht gelesen oder gehört? Das kam doch überall ganz groß. Anschlag auf die 'Dancing Queen'.“ Weiter wurden sie nicht aufgeklärt. Der Verliebte machte sich sofort im Internet auf die Suche nachdem gemeinten Artikel. „Ich hab was!“, brüllt er nach drei Minuten. „Und?“ „Hamburg. Skandal beim Auftritt von der 'Dancing Queen'. Ein Unbekannter schießt mehrmals aus dem Publikum. Heinz G. stirbt noch vor Ort. Die 'Dancing Queen' trägt schwer Verletzungen davon. Hier steht noch was das sich sich bei dem Sturz drei Rippen gebrochen hat und eine Kugel sie am Rücken getroffen hat. OH Niemand weiß wer der Typ war. Das heißt der läuft immer noch frei herum.“ „Die Frage ist ja jetzt wem die Schüsse eigentlich gegolten haben.“ „Ja wenn dieser Tanzpartner Tod ist dann wahrscheinlich ihm.“ „Du hast doch gesehen wie schnell die sich mit ihrem Partner bewegt hat. Da den richtigen zutreffen muss man schon ein guter Schütze sein.“ „Ich hoffe doch nicht das man wirklich sie gemeint hat.“ Tage später finden die Drei ein Anmeldeformular für Tanzunterricht mit der 'Dancing Queen' „Hey das wär doch was für unseren Kollegen oder?“ „Tanzunterricht? Hab ich was verpasst?“ „Tanzunterricht bei der 'Dancing Queen' klar wär das was für ihn.“ „Ich versteh nicht warum … Ach so wegen der Frau. Na auf dann melden wir ihn doch gleich mal an. Hey da gib´s ja sogar eine Anfrage auf Einzelunterricht na das ist doch Spitze.“ „Seltsam das ist aber nur auf deinem Zettel.“ „Ja so viele Einzelstunden kann sie ja nicht abhalten oder.“ „Auch wieder wahr.“ Eifrig fühlen sie das Schreiben aus und werfen es ohne die Zustimmung ihres Kollegen in den Briefkasten. Schon nach zwei Tagen kommt etwas blass und durcheinander ihr vierter Mann in den Proberaum. „Gib´s zu das wart ihr?“ „Was waren wir?“ Als sie den Brief in seiner Hand und seine blasse Hautfarbe sahen wussten sie sofort was er meinte. „Ich und sie. Ich kann doch gar nicht tanzen.“ „Ofenbar auch keine Schuhe anziehen.“ „Bitte?“ „Du hast deine Schuhe verkehrt rum an.“ „Hä.“ Er blickt auf seine Schuhe und zieht sie aus. „Ich werd mich ja voll blamieren vor ihr.“ Die anderen beginnen zu kichern. „Was ist denn jetzt schon wieder?“ „Immerhin bist du nicht gleich nackt gekommen.“ Er blickt wieder auf seine Füße und stellte fest das er gar keine Socken trug. „Man ist jetzt auch egal was soll ich denn da?“ „Tanzen lernen, deiner Traumfrau näher kommen. Wenn sie vergeben ist kannst ja den Kurs wieder abrechnen.“ „Man ihr reitet mich da echt in was rein.“ „Versuchs doch wenigstens mal. Blamieren kannst du dich nur wenn du so aufkreuzt. Wann ist denn dein erster Termin.“ „Morgen.“ „Ups wir hätten nicht ab sofort reinschreiben sollen.“ „Ich könnte euch dafür umbringen.“ „Gern aber erst wenn du tanzen kannst.“ „Witzbolde.“ „Zieh deine Schuhe an und geh wieder nach Hause. Dann entspannst du dich erst mal und morgen fahren wir dich hin.“ „Ihr wollt bloß was zum lachen haben.“ „Wir gehen ja auch wieder. Falls dich interessiert du hast Einzelstunde bei ihr.“ „Bitte?!“ Sie bringen ihn nach Hause. Am nächsten Tag ist sein Herzschlag kaum zu überhören. „Fall bloß nicht in Ohnmacht. Kommt ein bisschen komisch rüber.“ „Hey entspann dich mal. Das ist auch nur ein Mensch.“ „Das sagt sich so leicht.“ Sie haben ihr Ziel erreicht und steigen aus. Die Frau schaut schon aus dem Fenster. „Der Aufzug spinnt sie müssen die Treppen nehmen wenn sie nicht stecken bleiben wollen. In die drei bitte.“ Sie tritt vom Fenster weg und schließt es. „Woher hat sie denn jetzt gewusst das wir zu ihr wollen?“ „Keine Ahnung.“ Sie steigen die Treppen in den dritten Stock hoch. „Hallo Veronika Hölzer. Darf ich fragen wer mein Schüler ist?“ „Er hier. Wir haben ihn nur hergebracht.“ „Okay dann kommen sie bitte rein. Es geht nur eine halbe Stunde aber ich möchte die restlichen bitten zu gehen. Wenn sie hungrig oder durstig sein sollten ein Stock tiefer ist ein Café und wenn sie etwas mitnehmen wollen die Bäckerei hat da auch eine große Auswahl. Der ist im ersten wie sie ja wahrscheinlich alles schon gesehen haben.“ „Also dann sind wir mal weg. Die drei gehen die Treppe runter. Veronika schleißt die Tür hinter ihm. „Ich würde es angenehmer finden, wenn wir uns mit dem Vornamen ansprechen. Sind sie einverstanden das wir uns dutzen.“ „Ja klar. Kein Problem.“ „Gibst du mir deine Jacke.“ Sie nimmt sich die Jacke und hängt sie an einen Kleiderständer. „Also nochmal Veronika.“ „Daniel.“ „Oh sie sind aber aufgeregt. Ich hoffe nicht wegen mir. Wir tanzen heute nicht mein Rücken macht mir Probleme. Falls das der Grund sein sollte. Wie denn auch sei. Ich weiß gar nicht welche Richtung sie erlernen wollen. Nach Breakdance sehen sie mir nicht gerade aus.“ „Nee das könnte ich glaub auch gar nicht erlernen.“ „Wieso? Sind sie unsportlich? So sehen sie jedenfalls nicht aus.“ „Danke aber ich glaub das ist echt nicht mein Fall.“ „Setzen sie sich neben mich.“ Er setzt sich neben ihr an den Flügel. Ich dutze sie ja gar nicht. Warum sagen sie denn nichts?“ „Habe es gar nicht bemerkt.“ „Na ja wird schon. Was können sie sich denn vorstellen. Sie beginnt auf dem Flügel zu spielen. „Etwas ruhiges oder etwas schnelles?“ „Also um ehrlich zu sein hab ich keinen blassen Schimmer. Das ich hier bin verdanke ich meinen drei Begleitern.“ Sie grinst. „Ich hab den Eindruck das sie ein sehr gefühlsvoller Mann sind. Verstehen sie mich nicht falsch ich meine das natürlich im guten Sinne. Das ist gut. Ich würde sagen so mitten drin. Nicht zu hastig aber auch nicht zu ruhig. Entschuldigen sie das ich jetzt gerade spiele aber das lenkt mich immer besser von den Schmerzen ab als diese Medikamentenzeug hilft.“ „Keine Ursache. Für das, das sie aber Schmerzen haben spielen sie ziemlich sauber und beruhigend.“ „Ah ich hab einen Musikmenschen bei mir. Lass mich raten sie und ihre Kumpels sind eine Band.“ „Nicht ganz also zumindest keine die öffentlich Konzerte gibt.“ „Instrumental oder auch Gesang?“ „Eigentlich nur Gesang.“ „A Cappella. Wow davon war ich schon immer begeistert. Ich finde es wahnsinnig toll was man mit seiner Stimme alles anstellen kann.“ „Sie scheinen mir aber auch eher eine Sängerin zu sein als Tänzerin.“ „Sie haben recht. Als ich klein war tat ich nicht anderes als zu singen. Mein Stiefvater war nicht sehr musikalisch daher verbat er mir das Singen und so begann ich alles möglich zu tanzen und vereinte es später. Damit erreichte ich sogar das mein leiblicher Vater und meine Mutter sich wieder vertrugen. Musik ist mein Leben ich könnte niemals ohne sie.“ „Das geht uns genauso.“ „Ah …“ „Alles okay?“ „Ich könnte dieses Schwein mit bloßen Händen umbringen.“ „Kann ich dir was bringen?“ „Ich hab hier irgendwo im Raum meine Tabletten liegen lassen.“ „Ich suche sie. Hilft es dir wenn du dich hinlegst?“ „Ein bisschen vielleicht.“ „Dann komm ich helf dir.“ „Die Tür raus links das ist meine Wohnung.“ „Okay.“ „Danke.“ „Keine Ursache.“ Er schleppt sie ins Nebenzimmer. „Sie bluten ja.“ „Ich bin bevor sie gekommen sind gestürzt.“ „Und wo dagegen?“ „Gegen den Flügel.“ „Oh Vielleicht ist ein Arzt besser. Schließlich waren sie ja schon schlimm genug am Rücken verletzt.“ Inzwischen unten im Café. „Was meint ihr sollen wir mal lauschen? Würde mich interessieren wie er sich anstellt.“ „Mich irgendwie auch.“ „Mich erst.“ „Na dann sind wir uns ja einig.“ Sie gehen hoch und lauschen an der Tür. „Weder Musik noch Stimmen.“ „Verfluchtes scheiß Klump.“ Es lässt ein Schlag zu ihrer rechten. „Das klang wie Daniel wenn sein Handy mal wieder nicht fusioniert.“ „Klang aber fast schon schmerzlich. Klopfen wir mal.“ Sie klopfen an der Tür. Daniel öffnet. „Warst doch du.“ „Wow seit aber schon weit für euer erstes Treffen. Gleich im Schlafzimmer.“ „Spart euch das fangt lieber den Krankenwagen unten ab. Jemand versucht sie wirklich umzubringen.“ „Zwei gehen runter und einer bleibt noch zusätzlich bei ihm. „Verdammte scheiße. Hey komm zu dir! Aufwachen! Nicht weg sacken komm schon bleib da.“ Es war mühsam sie noch wach zu halten. „Warum hast du eigentlich so geschrien gerade eben?“ „Ihr Handy hat mir einen ordentlichen Stromschlag gegeben. Ich denke den hat sie auch bekommen. Nur halt nicht das Glück gehabt es so schnell wie ich wegzubekommen.“ „Ein Handy einen Stromschlag?“ „Ja schau dir doch mal meine Hand an. Irgendjemand hat das Ding manipuliert. Hey Veronika, Veronika. Bleib wach Mensch.“ „Die schäumt ja aus dem Mund.“ „Hatte ich doch recht leider.“ Ihre Augen verdrehen sich. „Hey. Mist sie ist weggetreten. Veronika hey aufwachen. Komm schon.“ „Ich kann den Krankenwagen hören. Sie sind gleich da. Kommen sie schon.“ Zu zwei an ihr rütteln bringt auch nichts mehr sie war weg. Der Wiederbelebungsversuch klappt beim ersten mal. Die drei brachten ihren vierten Mann selbst ins Krankenhaus. Während der Fahrt merkte er das sein Arm taub wurde. „Man was ist das den für ein Mist?“ „Was ist denn?“ „Mein Arm, der fühlt sich ganz komisch an.“ „Wir müssen zusehen das wir dich schnell ins Krankenhaus bringen nicht das es dir noch genauso geht wie ihr.“ „Vielleicht war der Stromschlag der Grund warum sie gestürzt ist?“ „Was meinst du?“ „Ist jetzt auch egal. Irgendjemand will sie umbringen.“ „Ja das haben wir jetzt auch schon begriffen aber warum?“ „Das wüsste ich auch gerne.“ Daniel greift sich an den Kopf. „Hey mach jetzt kein scheiß ja.“ Besorgt schleppen die drei den benommen Daniel ins Krankenhaus. Es stellt sich heraus das dies kein normaler Stromschlag war. In der Hand wo Daniel leichte Verbrennungen hatte war ein Einstichloch einer vergifteten Nadel. Deshalb kam auch die Reaktion auf den massiven Stromschlag nicht sofort sondern verzögert. Daniel verlor das Bewusstsein als der Arzt zu ihm kam. Die Polizei fand den Mechanismus heraus wie das ganze Ding nur mit dem Handy fusioniert hat. Alles beginnt mit einem bestimmten Anruf. Dieser entratet die Sicherung. Beim drücken der Auflegetaste dringt eine feine Nadel aus dem Rücken des Handys und ein gewaltiger Stromstoß wird freigesetzt. Normaleiweiße hätte es Daniel eigentlich gar nicht Treffen können aber der Schutzmechanismus schließt nicht richtig. Es dauert zwei Stunden bis das Ding wieder richtig geschlossen ist. Der Arzt erklärt sich das mit der Todeszeit nachdem das Gift verabreicht wurde, denn diese beträgt zwei Stunden. Nach drei Stunden ist Daniel wieder einigermaßen auf den Beinen. Er fühlt sich noch ein bisschen schwach aber ihm ging es wieder so gut das er nach Hause konnte. Aus Sorge lassen ihn die drei kaum aus den Augen. „Jungs mir geht’s wieder gut.“ „Sehen wir.“ „Ja gut ich komm mir vor als habe ich zu viel getrunken aber ich sterb schon nicht ja. Um Veronika steht es wesentlich schlimmer.“ „Du und deine Veronika. Kann man eigentlich so verknallt sein.“ „Musst du ja gerade sagen. Du hast doch unsere Sicherheitskopien von den Songs gelöscht weil du Pia so angestarrt hast.“ „Danke das du mich dran erinnerst aber wenigstens musste ich nicht ins Krankenhaus wegen ihr.“ „Willst du etwa behaupten das sie Schuld an den Anschlägen hat. Du bist ja nicht mehr ganz Beitrost.“ „Hey Leute aufhören. Du Daniel legst dich hin und du kommst mit. Wir gehen. Und wehe du bist morgen nicht wieder fit.“ „Kann ich keine Garantie drauf geben.“ „Solltest aber schon sein wenn wir Morgen nach deiner Veronika schauen.“ Sie gehen. Am nächsten Tag besuchen sie dann alle gemeinsam Veronika im Krankenhaus. „Hey tut mir Leid das dir das wegen mir auch passiert ist?“ „Du kannst doch nichts dafür. Wie geht’s dir eigentlich? Schlimme Folgen?“ „Ich hab Lähmungserscheinungen. Bis zum Hals kann ich nichts bewegen und besonders gut fühle ich mich auch nicht gerade.“ „Der Arzt meinte das dir nichts zurück bleiben würde.“ „Ja schon ich hab trotzdem etwas bammel davor. Ich glaube das tanzen muss ich aufgeben.“ „Wieso denn?“ „Irgendjemand will doch das es vorbei ist und ich halte diese Angst nicht mehr aus.“ „Die kriegen das Schwein. Gut vielleicht solltest du dich Sicherheitshalber etwas zurück ziehen. Damit er dir bis sie ihn haben nichts mehr anhaben kann.“ „Stellst du dir aber leicht vor. Wenn ich mich verstecke kann ich kein Geld verdienen und so viel hab ich nicht angespart.“ „Dann mistest du dich eben bei mir ein und kündigst deine Wohnung.“ „Ja und dann? Dann leb ich auf deine Kosten oder was. Als würden die einen Unbekannten in zwei Minuten finden oder was? Sorry das ich dich so anfahre aber das ist mir echt langsam zu viel.“ „Versteh ich schon. Ich kann auch verstehen wenn du den Gedanken hast das ich es gewesen sein könnte.“ „Du? Also wenn du lügen würdest hätte ich das schon längst rausbekommen. Du bist kein guter Lügner.“ „Danke. Ich will dir auch wirklich helfen. Ich weiß nur nicht wie.“ „Du hilf mir am meisten wenn du auf dich und deine Band aufpasst. Könnte ja sein das er eure Rettung mitbekommen hat und sich rechen will.“ „Ich glaube das der wirklich nur auf dich fixiert ist. Sonst hätte er den der dich bei dem Auftritt gerettet hatte auch schon umgebracht.“ „Du bist gut informiert. Hast wohl alle Artikel raus gepickt was?“ „Keine Ahnung ob das alle waren aber ich habe jedenfalls einige gefunden.“ „Süß und so ehrlich.“ „Man labern die da rum. Passiert mal was.“ Die drei anderen standen am Fenster und beobachteten das Geschehen. „Könnte ich wenn es euch keine Umstände macht mal zuhören. Also wenn ihr Musik macht. Ich schwärme echt voll für A Cappella.“ „Gern. Dann bist du herzlich in unseren Proberaum eingeladen.“ „Danke. Echt super. Äh … Musst du nicht die andren Fragen.“ „Die sind damit einverstanden.“ „Danke. Ich freu mich schon.“ „Hoff ich doch. Wenn du fit genug bist machen wir das direkt bei deiner Entlassung.“ „Großartig.“ Schon in wenigen Tagen war es so weit. Veronika konnte entlassen werden. Noch etwas wacklig auf den Beinen ahnte sie beim gehen nicht das sie ein bekannte Abholung bekommen sollte. Am Eingang begegnete sie Daniel. „Na. Wieder alles gut?“ „Ich hab noch ein bisschen träge Beine aber sonst ganz gut.“ „Dann ist ja gut. Dann könnens wir ja machen.“ „Was machen?“ „Dein Wunsch.“ „Ach den hab ich ja fast schon vergessen.“ Sie steigen ins Auto. „Fahr.“ Sie fahren los. „Es wird dir gefallen.“ „Da bin ich mir sicher. Danke.“ „Ist doch kein Problem.“ Später im Proberaum erstaunen sie sie total. „Na hat es dir gefallen?“ „Ja und wie. Eine Schande das die Menschheit euch nicht kennt. Wollt ihr überhaupt groß raus kommen oder nur für euch sein?“ „Wir hätten eigentlich schon mal gern Publikum.“ „Na dann lass ich mal meine Beziehungen spielen. Ihr seit einfach klasse.“ „Hey das ist ja großartig.“ Daniel kommt zu ihr. „Hast du Durst? Du hast die ganze Zeit noch nichts getrunken.“ „Wasser wer nicht schlecht. Wo habt ihr denn was zum trinken.“ „Ich hol dir was.“ Wehrend Daniel verschwindet setzt sich der neben sie der sich in diese Pia verknallt haben soll. „Daniel macht sich echt Sorgen um dich. Könntest du vielleicht nicht doch sein Angebot annehmen?“ „Ihr habt es vielleicht nicht bemerkt aber ich werde schon rund um die Uhr bewacht. Ich bin schon in guten Händen. Ihr braucht euch keine Sorgen zu machen aber ich schätze eure Barmherzigkeit.“ Daniel kommt wieder und gibt ihr ein Glaswasser. „Danke.“ „Bitte.“ „Du Daniel ich will dir mal was zeigen.“ Sie gehen zu einem Fenster.“ „Siehst du das Auto da? Da sind meine Aufpasser drin.“ „Okay. Dann bist du ja gut aufgehoben. Hoffe ich.“ „Mir passiert schon nichts mehr. Wie soll er denn an zwei dafür ausgebildete Polizisten vorbei kommen.“ Sie nimmt seine Hand. „Mir passiert schon nichts.“ Vier Wochen nach diesem Ereignis erhalten sie Post von ihr. Sie hatte einen Ort gefunden wo sie auftreten durften. Sie tun das auch. Nach und nach bekommen sie immer mehr Auftritte die ihnen alle Veronika beschert hat. Eines Tages wollen sie Veronika besuchen um ihr noch einmal persönlich zu danken. Vor dem Eingang entdeckten sie das einer der Aufpasser im Auto schlief. „Toller Aufpasser“, denken sich alle vier. Sie begeben sich die Treppen nach oben. Am Aufzug hing ein Schild das er defekt sei. Vor dem Aufzug im zweiten Stock lag der andere Aufpasser. „Hier stimmt was nicht.“ Daniel eilt die Treppen hinauf und steht dann geschockt vor der Haustüre. Mit Blut stand dort geschrieben. „Schlampe“ Er tritt die Tür ein. „Veronika?! Veronika wo bist du?“ Er folgt der Blutspur am Boden. Er findet sie nach ein paar Schritten an einen Schrank gepresst. Sie war nur so mit Blut überdeckt. „Veronika?! Was hat man dir angetan verdammt.“ Weinend rammt sie ihn beinahe um. Erst jetzt bemerkt er einen Mann am Boden. Er hielt eine Pistole in der Hand und hatte eine Schere im Bauch stecken. Geschockt zerrt er sie ins Badezimmer. „Wasch dir das Blut aus dem Gesicht.“ Zitternd zeigte sie ihm ihre rechte Hand. „D … Deine Finger!“ Bei dem Anblick das ihr an der rechten Hand alle Finger bis auf den Daumen abgetrennt wurden lässt in fast in Ohnmacht fallen. „Scheiße! Daniel!“ „Ruf ein Krankenwagen. Sofort!“ „Halt durch okay.“ Sie lässt in nicht mehr los. „Du schaffst das. Denk nicht mehr dran.“ Sie sackt in die Knie. „Hey.“ Sie fällt auf den Rücken. „Nein! Du darfst nicht sterben. Hey.“ „Der Krankenwagen kam schnell. Sie finden fast alle Finger nur den Zeigefinger nicht. So schnell wie nur Möglich werden beide ins Krankenhaus gebracht. Wie Daniel wenige Tage später erfahren muss war der Mann wieder gesund und wurde verhaftet. Das was ihm am meisten aufregte kam erst ein paar Monate später. Da der Mann ihm Drogenrausch sie angegriffen hatte wurde er nur zum Entzug verdonnert und bekam nur zwei Jahre auf Bewährung. Veronika lag im Koma. Man hatte ihr abgesehen vom Mittelfinger die Finger wieder annähen können. Sie hatte viel Blut verloren und erholte sich einfach nicht richtig. Daniel wich kaum von ihrem Bett. Ohne die Band hätte er sie schon lange aufgegeben. „Hier Kaffee.“ „Danke.“ Er seufzt. „Sie wird wieder.“ „Sie liegt schon so lang im Koma und ihre Werte sind noch immer instabil.“ Gekränkt setzen sich die drei zu ihm. „Sie hat mir erzählt das Musik ihr Leben ist.“ Er nimmt ihre Hand. „Vielleicht weckt sie das dann auch. Hey wir haben doch eine CD, nur so aus Spaß mal aufgenommen. Wisst ihr noch?“ „Stimmt aber wo ist die hingekommen?“ „Ich und Christ suchen die mal. Du bleibst mit ihm hier.“ Zwei gehen. Sie suchen lange nach der CD. Am Abend kommen sie dann mit der CD wieder. Sie legen sie ein und lassen sie laufen. Kaum darauf gehen sie. Als Daniel am nächsten Morgen wieder kommt haben sich ihre Werte stabilisiert. Er schaltet lächelt den Radio wieder an. „Es fusioniert.“ „Ist doch toll.“ Glücklich stellte er jeden Tag fest das ihre Werte sich minimal verbesserten. Voller Freude nahmen sie nochmal eine neue CD auf. Kaum war sie gebrannt lief sie auch schon im Krankenhaus bei Veronika. Schon bald war sie übern Berg. Bei der dritten CD machte sie dann die Augen auf. Daniel freute sich sehr darüber. „Toll. Du bist endlich wach. Wie geht’s dir?“ „Daniel? Hast du mir schon wieder das Leben gerettet. Ich muss dir ja echt viel wert sein was?“ Wie die Geier verzogen sich die anderen drei hinter das Fenster. „Was meinst du?“ „Komm schon ich weiß das du mich magst.“ „Das hat man mir angemerkt oder? Ich mag dich wirklich. Deshalb haben die Jungs das auch gemacht mit dem Tanzunterricht. Ich bin leider einer bei dem die Frauen einen großen Bogen machen.“ „Jetzt nicht mehr.“ Sie richtet sich auf und drückt ihn einen Kuss auf die Wange. „Du magst mich also auch?“ Sie nickt. „Schon seit ich dich kommen gesehen habe.“ Freudig klatschen sich die drei außen in die Hände. Nach ihrer Entlassung hatte sie mit Schwächeanfällen zu kämpfen aber so erreichte es Daniel das sie zu ihm kam und sich helfen ließ. So lange es die Band gab organisierte Veronika fleißig Konzerte. Sie ging egal wie schlecht es ihr ging immer mit zu den Konzerten. Wenn es ihr gut genug ging sang sie oder tanzte sie je nach Kraft mit auf der Bühne. Eines Tages als sie gemeinsam in ihrem Proberaum Silvester feierten fragte Daniel: „Wer war eigentlich dieser Kerl?“ „Mein Ex. Ich hab ihn verlassen weil er meine Karriere nicht verkraftet hat und in den Drogensumpf geraten war. Das müsst ihr euch mal vorstellen nur weil mich beim tanzen zwanzig Menschen mehr bejubelt haben als bei ihm muss er zu Drogen greifen um das zu verkraften.“